14. August 2014

Wassersperren-Aktion vor allen Bremer Jobcentern

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Veranstaltung in Gröpelingen

Seit mehr als zwei Jahren kämpft die Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft für ein Verbot von Wasser- und Stromsperren.

Aktuell steigt in Bremen mal wieder die Anzahl der gesperrten Haushalte, aufgrund nichtbezahlter Rechnungen, wie der örtliche Versorger selbst mitteilt.

Wer von einer Wassersperre betroffen ist, sitzt buchstäblich auf dem Trockenen. Keine Toilettenspülung, keine Dusche, kein Trinkwasser. Meist wissen sich die Betroffenen keinen Rat, wie sie aus dieser Situation und angesichts ständig steigender Energiepreise wieder herauskommen. Viele von ihnen sind Bezieher von Hartz-IV-Leistungen.

Deshalb hat die Linksfraktion, gemeinsam mit Mitgliedern der Linkspartei-Kreisverbände, in den vergangenen Wochen mehrere Aktionen vor den Bremer Jobcentern durchgeführt, zuletzt im Stadtteil Osterholz.

Neben mit Aufklebern gegen Wassersperren verzierten Wasserflaschen, reichten die Bürgerschaftsabgeordneten Peter Erlanson und Cindi Tuncel auch Informationen über Beratungs- stellen und Hilfsmöglichkeiten an die Jobcenter-BesucherInnen weiter.

Für Erlanson ist der Zugang zu Wasser ein Menschenrecht. „Das darf keinen Geschäftsinteressen unterliegen. Der von der swb angekündigte Runde Tisch zur künftigen Vermeidung von Energiesperren ist ein erstes Signal, aber noch ist nichts erreicht.“ Tuncel ist selbst in Osterholz-Tenever zu Hause. Er freute sich über die gute Resonanz, auf die die Aktion der LINKEN stößt. „Viele Menschen sind offen für Gespräche und nehmen unsere Flugblätter zu Beratungsmöglichkeiten dankend an. Das zeigt, wie dringend wir weiterhin gegen Energiesperren vorgehen müssen. Besonders Migrantinnen und Migranten stehen aufgrund von Sprachbarrieren oftmals hilflos vor dieser Situation.“

Sylla Kahl (Foto und Video: mh)