12. Juni 2013

Cindi Tuncel besucht Jugendfreizeitheim Hemelingen

Im Zuge seiner derzeitigen ‚Besuchs-Tour‘ durch Bremer Jugendstätten machte Cindi Tuncel, kinder- und jugendpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürger-schaft, kürzlich im Jugendfreizeitheim Hemelingen Station. Er wurde erwartet von rund 40 Jugendlichen und einem beachtlichen Kuchenbüfett. Drei Kids aus dem Stadtteil präsentierten ihre neuen Rap-Kompositionen, die teilweise im Musikstudio des Freizis entstanden waren. In der Gesprächsrunde, die anschließend auf dem Programm stand, interessierten sich die TeilnehmerInnen vor allem für den Alltag eines Bürgerschafts-abgeordneten und die beruflichen Voraussetzungen für diesen ‚Job‘. Cindi Tuncel beantwor-tete alle Fragen auf Augenhöhe und riet den Jugendlichen, sich mit ihren Anliegen politisch einzubringen. Neben den Jugendbeiräten sei der Jugendhilfeausschuss der Bürgerschaft ein Anlaufpunkt, um zu hören, was gerade jugendpolitisch im Land Bremen auf dem Plan steht, und um sich mit eigenen Anregungen, Forderungen und Situationsschilderungen einzubringen.

Die Jugendarbeiter des Hauses legten dar, wie sich durch die Sport-, Musik-, Mittagstisch- und speziellen Mädchenangebote im Haus die Integration unter den Jugendlichen im Stadtteil verbessert hat. Wichtigste Grundlage ihrer Arbeit sei allerdings, dass die Kontinuität durch langfristige Finanzierungen abgesichert ist. Gute Ergebnisse einer engagierten Jugendarbeit würden für die Zukunft hinfällig, wenn die Projekte ab einem bestimmten Zeitpunkt mangels öffentlicher Mittel stark eingeschränkt oder gar eingestellt würden.

Ein Rundgang durch das Haus und seine Multisportanlage im Außenbereich zeigte, dass die Stadt unter starker Mitwirkung der aktiven Jugendvertreter vor Ort eine eindrucksvolle Freizeitstätte für Schülerinnen und Schüler  errichtet hat. Die Anlaufphase für das Jugendfreizeitheim Hemelingen gestaltete sich 2008/2009 nicht ganz einfach, da der Neubau mit der Schließung der vorherigen Freizis Wehrschloss und Stackkamp einherging und Personal zusammengezogen – also auch gestrichen – wurde. Cindi Tuncel dazu: „Die Jugendarbeit im Osten Bremens war damals vor große Herausforderungen gestellt, die nicht zuletzt von den Betroffenen selbst unter hohem persönlichen Einsatz gelöst wurden. Dass die Mittel für Jugendarbeit im kommenden Landeshaushalt nicht erhöht werden sollen, stellt angesichts von Inflation und wachsenden Aufgaben eine faktische Kürzung der zur Verfügung stehenden Ressourcen dar. Nach dem Neubau des Freizis unter Einsparung von Personal und Betriebskosten bedeutet das einen weiteren Schritt zurück. Als LINKE werden wir versuchen, mehr herauszuholen, als derzeit vermeintlich ‚drin‘ ist. Bei Kindern und Jugendlichen sollte man wirklich als allerletztes sparen, genau genommen: gar nicht.“

Doris Achelwim (Text und Foto)