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21. Juli 2018

Möglicher Anfangsverdacht der Untreue und der Insolvenzverschleppung im Zusammenhang mit der Akademie Kannenberg?

Foto-Quelle: www.pixabay.com/de/insolvenz-konkurs-verlust-pleite-593750/

Diese Anfrage soll klären, ob die beiden in
Rede stehenden Vorgänge möglicherweise
strafbares Handeln (Untreue) bzw. Unter-
lassen (Insolvenzverschleppung) begründen
könnten.

Denn im Revisionsbericht zur „Prüfung der
behörden-internen Verfahrens-, Entscheidungs-
und Zeitabläufe im Zusammenhang mit der
Finanzierung der Jugendhilfeeinrichtungen
der Akademie Lothar Kannenberg“ heißt
es:

  • „Allerdings bleibt einschränkend auch festzustellen, dass es bereits zu Beginn des Jahres 2017 erste Zweifel an der wirtschaftlichen Solidität der AKLK gab […] Das Insolvenzantragsverfahren hätte nach Auffassung der Innenrevision seitens der AKLK wesentlich früher betrieben werden können und müssen“ (Seite 25).
  • Im fraglichen Zeitraum, der sich von (spätestens) Anfang 2017 bis zur Antragstellung im Insolvenzverfahren am 30. Oktober 2017 erstreckt, wurden nach Angaben der Innenrevision Mittel aus der finanziell angeschlagenen bzw. zahlungsunfähigen Akademie Kannenberg GmbH zweckentfremdet:
  • „So kann dem Gutachten in dem Insolvenzverfahren über das Vermögen der AKLK entnommen werden, dass noch im September 2017 die AKLK ihrer Schwestergesellschaft, der Sportakademie Lothar Kannenberg gGmbH, ein ungesichertes Darlehen über 170.000 EUR gewährt hat. Der Gutachter schreibt in dem Zusammenhang: „Ihm (Lothar Kannenberg, d. Verf) war ferner bewusst, dass die Sportakademie Lothar Kannenberg gGmbH nicht über die für die Zurückführung des Darlehens nötigen finanziellen Mittel verfügt“. Im Übrigen erfolgte eine weitere Vermögensentnahme (ohne zeitliche Zuordnung) in Höhe von 130.000 EUR durch die Übernahme von Kosten für Mallorca-Aufenthalte von Herrn Kannenberg und seiner Familie sowie ausgewählten Mitarbeitern“ (Seite 23).

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