21. März 2015

Frohes Newroz-Fest!

Am 21. März wird das Newroz-Fest begangen, mit dem KurdInnen und andere Völker aus dem Iran und Afghanistan den Beginn eines neuen Jahres und des Frühlings feiern. „Wir wünschen allen ein frohes Newroz-Fest, auch wenn es uns schwerfällt, in diesen Tagen Freude zu verspüren“, so Cindi Tuncel, LINKEN-Abgeordneter mit kurdischer Herkunft.

Der sogenannte ‚Islamische Staat‘ bedroht noch immer die Existenz der KurdInnen in Syrien und im Irak, er verübt weiterhin Gräueltaten an Tausenden verschleppten Frauen und gefangenen KämpferInnen. Ihnen gelten an diesem für alle KurdInnen besonderen Tag unsere Gedanken und Wünsche. Möge dieses neue Jahr den brutalen Terror beenden, von dem KurdInnen in Syrien und Irak noch immer bedroht werden. Möge dieses Jahr dem Kampf gegen Terror, Fanatismus und Unterdrückung Erfolg bescheren. Möge dieses Jahr Freiheit für alle KurdInnen bringen“, so Tuncel weiter.

Die Situation der Kurdinnen und Kurden in Rojava und in Shingal kommt in der alltäglichen Berichterstattung inzwischen weniger vor, sie ist aber weiterhin dramatisch. „In Rojava finden tagtäglich IS-Angriffe statt, die Verteidigung von Freiheit, Demokratie und Gleichberechtigung in der Region bezahlen viele KurdInnen und auch Verbündete mit ihrem Leben. Wir unterstützen den Aufbau selbstverwalteter Strukturen in Rojava, denn dort wird aktuell nicht nur die Menschlichkeit, sondern auch die Sicherheit Europas verteidigt. Ich habe allergrößten Respekt vor allen Frauen und Männern, die dafür ihr Leben riskieren“, so Tuncel.

Der friedenspolitische Sprecher der Bremer Linksfraktion abschließend: „Aus Shingal im Irak wurden 400.000 Menschen vertrieben, die nun anderswo Schutz suchen. Ihre Lage ist katastrophal, es fehlt oft am Nötigsten. Perspektiven auf eine sichere Existenz oder Rückkehr an ihre Heimatorte haben sie nicht. Ich habe mir im Februar selbst ein Bild davon gemacht, als ich einen Hilfskonvoi begleitete, den wir aus Bremen losgeschickt hatten. Den vertriebenen und traumatisierten Menschen müssen wir helfen und ihnen Schutz und Zukunft bieten. Wie es üblich ist, an Weihnachten für die zu spenden, denen es schlechter geht als uns hier, rufe ich alle auf, sich für die Freiheit und Sicherheit der Kurdinnen und Kurden einzusetzen – für sie, aber auch für uns alle.“