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9. Oktober 2018

Lösung für Sporthalle und Hastedter TSV finden!

Laut Presseberichten steht der traditionsreiche Hastedter Turnsportverein (HTSV) vor der Insolvenz. Aufgrund des Mitgliederrückgangs können die Kredite für die erfolgte Renovierung der vereinseigenen Halle nicht mehr bedient werden. Die Kosten sind für den Verein erheblich höher als die Nutzergebühr für eine städtische Halle. Die Halle selbst wird von Montag bis Freitag 8:00 Uhr bis 15:00 Uhr intensiv von Schulen der Umgebung benutzt. Wenn der HTSV jetzt Insolvenz anmeldet, wird die Stadt aufgrund gegebener Bürgschaften einspringen müssen. Eine Übernahme der Halle durch das Sportamt wurde jedoch abgelehnt.

Zu der problematischen Situation nimmt Cindi Tuncel, sportpolitischer Sprecher der Fraktion die LINKE in der Bremischen Bürgerschaft, wie folgt Stellung: „Die drohende Insolvenz des Hastedter TSV und damit eines der ältesten und traditionsreichsten Turnvereine Bremens ist ein trauriges Zeichen für den prekären Zustand, in dem sich der Vereinssport in Bremen befindet. Das, was dem HTSV das Genick zu brechen droht, ist die vereinseigene Halle, die auf Vereinskosten in hervorragenden Zustand versetzt wurde. Von der Halle profitieren nicht nur die Vereinsmitglieder: mindestens die Hälfte der Nutzungsdauer wird von den Schulsport umliegender Schulen in Anspruch genommen. Mit seinem Einsatz hat der Verein auf eigene Kosten der städtischen Turnhallenmisere im Stadtteil Abhilfe geschaffen. Und das bricht dem HTSV jetzt das Genick! Da fragt man sich doch: wenn die Stadt den Bau einer eigenen Turnhalle einspart und lieber eine private Halle anmietet – sollte die Miete dann nicht reichen, um die Renovierungskosten abzutragen? Seltsam ist auch, dass das Sportamt es offensichtlich abgelehnt hat, die Halle zu übernehmen. Wenn der HTSV erst insolvent ist, wird ihr aber nichts anderes übrigbleiben. Allerdings muss dafür scheinbar erst der geschichtsträchtige Traditionsverein den Bach runtergehen. Wir begrüßen es, dass der Landessportbund und auch Werder Bremen sich für den HTSV einsetzen, und fordern alle Beteiligten auf, an einer Lösung zu arbeiten, die die Nutzung der Halle sowohl für Schulen als auch für Vereinssport sicherstellt und den HTSV vor der Insolvenz bewahrt!"

Tuncel abschließend: „Wir haben heute bei der Sportdeputation dringenden Rede- und Klärungsbedarf angemeldet und erwarten, dass auf der nächsten Sitzung der Sportdeputation am 30. Oktober 2018 umfänglich über die Vorgänge berichtet wird."