Zur Zeit wird gefiltert nach: Tuncel

5. März 2019

Offene Jugendarbeit – prekär und unterfinanziert: LINKE reicht Große Anfrage ein

Auch in diesem Jahr gab es in verschiedenen Beiratsgebieten große Probleme mit den vorhandenen Mitteln alle Angebote der offenen Jugendarbeit zu finanzieren. Deshalb hat die Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft heute eine Große Anfrage zur Entwicklung und zum aktuellen Zustand der offenen Jugendarbeit an den Senat gerichtet.

Cindi Tuncel, Sprecher der Fraktion DIE LINKE für Jugend, erläutert die Hintergründe und Zielrichtung der Anfrage: „Dass die Mittel für Jugendfreizeitheime, Jugendclubs, Sport- und Freizeitprojekte vorne und hinten nicht reichen, ist ja leider kein neues Phänomen. Seit Jahren setzen sich die Mitarbeiter*innen vor Ort, die Träger und die Ortsbeiräte für eine bessere Mittelausstattung der offenen Jugendarbeit ein, doch leider stoßen sie beim Senat auf taube Ohren. Wir wollen mit dieser Großen Anfrage herausfinden, in welchem Zustand die offene Jugendarbeit in Bremen ist und wie viel die Stadt in den letzten Jahren dafür ausgegeben hat.“

Tuncel weiter: „Die Privatisierung der vormals städtischen Freizeitheime hat dazu geführt, dass unzureichende Stellenbesetzung, prekäre Beschäftigung, untertarifliche Bezahlung und Rückgriff auf Freiwilligenarbeit an der Tagesordnung sind. Dabei ist die offene Jugendarbeit ein gesetzlich vorgeschriebenes Regelangebot, genau wie Schulen und Kindergärten. Zudem wurden die vom Landesjugendhilfeausschuss entwickelten Kriterien zur Verbesserung der offenen Jugendarbeit, die auch von der Bürgerschaft beschlossen wurden, nicht umgesetzt. Zu all diesen Problemen, wollen wir vom Senat nun Antworten haben.“


Die eigenen Recherchen zur Großen Anfrage „Entwicklung und Zustand der offenen Jugendarbeit in der Stadt Bremen“ finden Sie hier.

In Verbindung stehende Artikel: