9. August 2018

Debatte um Rettungsschwimmer am Café Sand: Linksfraktion fordert Aufstockung der Zuschüsse für die DLRG

In diesem Jahr kamen bedauerlicherweise schon sechs Menschen in Bremen beim Baden in öffentlichen Gewässern ums Leben. Zuletzt wurde deshalb über eine zusätzliche Station der DLRG am Weserstrand vor dem Café Sand diskutiert.

Cindi Tuncel, sportpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft, kommentiert: „Die Koalition kann sich nicht auf den Standpunkt stellen, dass die Ehrenamtlichen der DLRG doch bitteschön zusätzliche Aufgaben an einem neuen Standort übernehmen sollen, ohne selbst die staatlichen Zuwendungen entsprechend zu erhöhen. Seit mindestens zehn Jahren sind die Zuschüsse des Sportressorts bei einer Summe von gut 60.000 Euro für die zehn Stationen in Bremen und Bremerhaven eingefroren. Als Anerkennung dieses wichtigen Ehrenamtes müssen mindestens die Preissteigerungen ausgeglichen und Investitionen übernommen werden. Wichtig ist außerdem, dass die DLRG für die Ausbildung neuer Rettungsschwimmer*innen ausreichend Wasserzeiten bei den Bremer Bädern bekommt, auch das ist aktuell nicht verlässlich sichergestellt.“ 

Tuncel erinnert, dass die grundlegenden Probleme aber auch an anderen Stellen liegen: „Immer weniger Kinder können gut genug oder überhaupt schwimmen, gerade in ärmeren Stadtteilen müssen deshalb mehr Angebote gemacht werden. Im Bildungsressort und bei der Investitionsplanung der Bremer Bäder GmbH muss diese Problematik stärker berücksichtigt werden: Es ist beispielsweise eine fatale Fehlplanung, beim Neubau des Waller Westbades die Flächen für Nichtschwimmerbecken zu reduzieren. Die Wassergewöhnung in den Grundschulen muss außerdem deutlich früher geschehen, damit unsere Kinder möglichst schnell sicher Schwimmen lernen.“