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Khaled Shamo – Todesstrafe abschaffen!

Am 04.02.2020 wurde Khaled Shamo, ein 20-jähriger Jeside, im Irak zum Tode verurteilt. In der Anklage wird ihm vorgeworfen, dass er im Sommer 2017 nördlich von Shingal für einen Todesfall verantwortlich sei. Obwohl es starke Zweifel daran gibt, dass Khaled Shamo der tatsächliche Täter ist – selbst die Polizei habe angegeben, dass Khaled Shamo zur Tatzeit in einem von Shingal über 100 Kilometer entfernten Flüchtlingslager gesehen wurde – verurteilte man ihm zum Tode.

Cindi Tuncel, Sprecher für Internationales der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft, ist über das Urteil entsetzt: „Mich macht es traurig, dass durch ein solch zweifelhaftes Urteil die Zukunft eines jungen Menschen plötzlich ausgelöscht werden kann. Die Todesstrafe ist eine grausame Bestrafung, die gegen die Menschenrechte verstößt und fatalerweise nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Erst im Januar hat die Bremische Bürgerschaft erneut beschlossen die Todesstrafe grundsätzlich abzulehnen und sich auf vielen Ebenen für den Kampf gegen die Todesstrafe einzusetzen. Ich hoffe, dass noch mehr Länder, darunter auch der Irak, die Todesstrafe abschaffen. Khaled Shamos Todesurteil soll am 10. März vollstreckt werden. Ich hoffe für alle Beteiligten, dass das Urteil angefochten wird und Khaled Shamo nicht zu Tode kommt.“