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Erdbebenfolgen in der Türkei und in Nordsyrien: Grenzen öffnen, Angriffe der türkischen Armee unterbinden!

Ein starkes Erdbeben hat Nordsyrien und den Süden der Türkei am Montag erschüttert und mehr als 17.000 Menschen das Leben gekostet. Mehr als 63.000 Verletzte wurden gemeldet (Stand 12 Uhr). In den betroffenen Städten mussten Überlebende ihre Häuser verlassen und harren in ihren Autos, in Zelten oder im Freien bei winterlichen Temperaturen aus. Auch viele Bremer*innen haben Verwandte und Freunde verloren.

Cindi Tuncel, Sprecher für Internationales der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft, beklagt, dass Hilfstransporte die türkische Grenze zu Syrien nicht passieren können: „Nur ein Grenzübergang ist derzeit offen. Nur über dieses Nadelöhr sollen sowohl Geräte zur Bergung von verschütteten Menschen als auch Lebensmittel und Zelte nach Syrien gelangen. Das ist zu wenig. Wir fordern, dass auch den Menschen in den kurdischen Gebieten und Idlib schnellstmöglich geholfen wird, diese Katastrophe zu überstehen. Assad und Erdogan müssen umgehend ihre politischen Blockaden beenden und humanitäre Rettungs- und Hilfsangebote ermöglichen.“

Tuncel ist beunruhigt über Berichte zu türkischen Bombenangriffen auf kurdische Gebiete in Nordsyrien in der Nacht zu Dienstag: „Wenn es stimmt, dass das türkische Militär selbst mitten in dieser Erdbeben-Katastrophe Angriffe auf kurdische Gebiete in Syrien fliegt, ist das einfach nur grausam. Erdogan darf mit solchen Militäraktionen nicht durchkommen. Die Bundesregierung und die anderen NATO-Länder müssen die Türkei beobachten und gegebenenfalls sanktionieren!“