Endlich eine Aussicht auf Frieden!
Am Donnerstag hat der inhaftierte PKK-Anführer Abdullah Öcalan seine Anhänger dazu aufgerufen, die Waffen niederzulegen und die kurdische Arbeiterpartei aufzulösen. Damit könnten Jahrzehnte der Befreiungskämpfe für Kurd*innen zu Ende gehen und aussichtsreiche Friedensverhandlungen zwischen kurdischer und türkischer Seite beginnen.
Cindi Tuncel, Sprecher für Internationales der Fraktion Die Linke in der Bremischen Bürgerschaft, kommentiert: „Zurecht feiern die Menschen auf den Straßen von kurdischen Städten wie Diyarbakır. Öcalan hat mit seiner Erklärung einen lang ersehnten Friedensprozess angestoßen. Fast 50 Jahre besteht die PKK schon und Jahrzehnte lang gab es harte Kämpfe für die Freiheit unterdrückter Kurd*innen in der Türkei, in Syrien und im Irak. Die militärischen Auseinandersetzungen aber auch die Repression des türkischen Staates haben zehntausende Menschen das Leben gekostet. Nun gibt es endlich eine Aussicht auf Frieden für alle unter Wahrung der Rechte der Kurd*innen. Das macht Hoffnung!
Damit die Friedensverhandlungen erfolgreich sind, braucht es die Unterstützung der EU und nicht zuletzt des Landes, das eine wichtige Heimat der kurdischen Diaspora geworden ist: Deutschland. Wichtig für die Vermittlung ist etwa, dass die Türkei politische Gefangene und inhaftierte Journalist*innen freilässt. Auch müssen die abgesetzten kurdischen Bürgermeister*innen ihre Ämter wieder ausüben können. Klar ist auch: Öcalan sollte nach mehr als 25 Jahren Haft endlich freikommen und das PKK-Verbot muss endlich fallen!“

